Der Rakentenmann- Wernher von Braun
Regie: Peter Claridge
Autor: Dirk Kämper, Stefan Brauburger
Cast: Daniel Rohr, Ludwig Blochberger, Johann Hillmann, Günter Barton, Torsten Michaelis, Reinhard Scheuneman
Am 21. Juli 1969 (MEZ) wurden einige hundert Millionen Fernseh-Zuschauer Zeugen einer Sensation: Neil Armstrong setzte als erster Mensch seinen Fuß auf die Mondoberfläche und ging damit in die Geschichte ein. Doch es gab auch Menschen, die sich nicht an diesen Bildern berauschen konnten. Sie hatten andere Erinnerungen an die Geburt jener Technik, welche die “Saturn V” in Marsch setzte. Denn der Urtyp jener Mondrakete war die V2, eine von Hitlers sogenannten Vergeltungswaffen – Wernher von Braun war einer ihrer “Väter”.
Tausende von Zwangsarbeitern starben beim Bau der Anlagen und der Herstellung der von ihm konstruierten V2-Rakete, Tausende von Zivilisten wurden bei ihrem Einsatz getötet. Später rechtfertigte sich von Braun, er habe eigentlich immer den Mond im Blick gehabt, sei nur für die Konstruktion, nicht aber für die Verwendung der Rakete verantwortlich. Nach Kriegsende – gerade einmal 33 Jahre alt - konnte er nahtlos seine Karriere in den USA fortsetzen, weil die Supermacht an der Fortentwicklung der Waffe interessiert war. So war
seine Technik ebenso Triebfeder für die Rüstungsspirale des Kalten Krieges wie für die Flüge ins All.
Vier Jahrzehnte nach der Mondlandung lassen sich minutiös wie nie zuvor Licht und Schattenseiten der wechselvollen Karriere Wernher von Brauns rekonstruieren. Bislang unbekannte Briefe enthüllen Liebschaften des Raketenmannes, von denen manche tragisch endeten.